Die Patientenvisite
Theorie vs Praxis
ViRTUE dient dazu, bereits vermitteltes Wissen zur Händehygiene in einer praxisnahen Trainingssituation anzuwenden und zu vertiefen.
Was ViRTUE leistet (und was nicht)
ViRTUE ist ein praktisches Übungswerkzeug, kein Lehrmittel für die Theorie. In einer simulierten Patientenvisite üben die Nutzer typische Handlungsschritte und wenden dabei an, was sie über Händehygiene bereits gelernt haben. So wird bestehendes Wissen in einer realitätsnahen Situation gefestigt und vertieft.
Während des Trainings erhalten die Nutzer eine direkte Rückmeldung dazu, ob die Regeln der Händehygiene korrekt eingehalten wurden. Welche Regeln ViRTUE dabei prüft, ist unter Regeln der Händehygiene beschrieben.
ViRTUE ersetzt keine theoretische Hygieneschulung
ViRTUE vermittelt das nötige Grundlagenwissen nicht selbst. Die Anwendung setzt voraus, dass dieses Wissen bereits vorhanden ist, und bietet stattdessen den Raum, es praktisch einzuüben.
Vorausgesetztes Vorwissen
Es wird vorausgesetzt, dass die Nutzer vor dem ersten Training bereits in die Grundlagen der Händehygiene eingeführt wurden. Besonders wichtig ist das Verständnis der relevanten Indikationen zur Händedesinfektion, also der Momente, in denen die Hände desinfiziert werden müssen.
Diese Indikationen bilden den Massstab, an dem ViRTUE die Handlungen der Nutzer misst. Wer sie nicht kennt, kann zwar in der Simulation handeln, die Rückmeldung aber nicht sinnvoll einordnen. Das in ViRTUE verwendete Modell der Händehygiene ist unter Vier Momente der Händehygiene erläutert.
Einordnung in den Ablauf
ViRTUE folgt im Schulungsablauf bewusst auf die Theorie und ersetzt sie nicht:
- Theorie zuerst. Die Nutzer werden in die Grundlagen der Händehygiene und die relevanten Indikationen zur Händedesinfektion eingeführt.
- Dann ViRTUE als praktische Übung. Das gelernte Wissen wird in der simulierten Patientenvisite angewendet, mit direkter Rückmeldung zu jedem Schritt.
- Gemeinsame Besprechung. Im Anschluss bespricht der Operator die gemachten Fehler mit dem Nutzer und vertieft so das Verständnis.
Dass dabei immer ein Operator anwesend ist, der das Training steuert und die Rückmeldung mit dem Nutzer einordnet, ist Teil des Konzepts. Mehr dazu unter Zwei-Personen-Modell.